Rund ums Holz

Wissenswertes zum Thema Holz

Rund ums Holz

Heizwert und Holzfeuchte

Der Heizwert entscheidet darüber welcher Nutzen (= Wärmemenge in kWh) bei der Verbrennung erzielt werden kann.

Bei den Heizwerten unterscheiden sich die verschiedenen Holzarten relativ wenig voneinander. So besitzen Nadelhölzer einen typischen Heizwert von circa 4,4 bis 4,5 kWh/kg und Laubhölzer von 4,1 bis 4,2 kWh/kg, jeweils bezogen auf zwei Jahre trocken gelagertes Scheitholz.

In der Praxis wird Brennholz (= Scheitholz) in Kubikmeter (= m³) gekauft und gezahlt. So hat ein Kubikmeter Nadelholz ein Gewicht von rund 360 kg und ein Kubikmeter Laubholz ein Gewicht von 510 kg. Damit ergeben sich Heizwerte bezogen auf den zu bezahlenden Kubikmeter bei Nadelholz von etwa 1600 kWh/m³ und bei Laubholz von 2100 kWh/m³.

Einen wesentlich größeren Einfluss auf den Heizwert hat die Holzfeuchte, das heißt welche Menge an Wasser im Holz noch vorhanden ist. Hier wird unterschieden zwischen

  • fäll- oder saftfrisch (Holz direkt nach dem Schnitt, Feuchte bis 150 Prozent)
  • waldfrisch (Holz, das nach Zwischenlagerung abtransportiert wird, ca. 60 Prozent)
  • lufttrocken (mehrjährig trocken gelagertes Holz, zwischen 6 und 15 Prozent)
  • darrtrocken (absolut trockenes Holz/Trockenmasse, 0 Prozent)

Überschlägig kann also davon ausgegangen werden, dass frisch geschlagenes Holz nur den halben Heizwert des gut gelagerten Scheitholzes hat. Das bedeutet ganz konkret z.B. bei einem Wärmebedarf von durchschnittlich 4 kW eine benötigte Wärmemenge von 4 kW * 24 Stunden = 96 kWh pro Tag. Wird diese Wärme durch das Verbrennen von Laubholz gedeckt, so reicht ein Kubikmeter Holz gut drei Wochen; 2100 kWh / 96 kWh je Tag = 21 Tage und 21 Stunden. Wird anstelle des gut gelagerten Holzes frisch geschlagenes Holz verbrannt, so reicht der gekaufte Kubikmeter lediglich knapp elf Tage lang.

Holzlagerung

  1. Lagern Sie Ihr Brennholz an sonnigen, gut durchlüfteten Flächen (Süd- und Westseiten Ihres Gebäudes).
  2. Schaffen Sie einen trockenen Untergrund (Paletten oder Rundhölzer).
  3. Lagern Sie Ihr Brennholz mit mindestens 15 cm Abstand zum Boden.
  4. Im Kreuzstapel geschichtet trocknet Ihr Brennholz besonders schnell.
  5. Decken Sie Ihr Brennholz nach der sommerlichen Trocknungsperiode umgehend mit einem Regenschutz ab (z.B. mit Plane).
  6. Wenn Sie Ihr Brennholz unter einem vorgezogenen Dach, einer Hauswand oder einer luftigen Holzhütte lagern, lassen Sie zur Durchlüftung mindestens 10 cm Abstand zwischen Holz und Gebäudewand
  7. Falls möglich lagern Sie den Tagesverbrauch an Brennstoffen in Ihrem beheizten Raum

Aufgepasst:

In 6- 12 Monaten kann Ihr Brennholz - wie in der Abbildung dargestellt - auf natürliche Weise auf eine Holzfeuchte von etwa 18-22 % getrocknet werden.
Somit kann Ihr Jahresvorrat an nassem Brennholz im Frühjahr gestapelt und in der nächsten Heizperiode emissionsarm verbrannt werden. Wenn Sie mehr zu diesem Thema wünschen, erhalten Sie beim Institut für Brennholztechnik http://www.ibt-kraemer.de/ weiteres Informationsmaterial.

Brennholzlagerung

Holzraummaße

Die Qualität eines Holzhändlers erkennt man unter anderem an der Transparenz seiner Messweise. Um dies nachvollziehen zu können, sollten Sie wissen, wie Experten Holzmengen berechnen. Dazu ist es zunächst wichtig, die Definition für die gängigen Holzraummaße zu kennen.

  • Festmeter:
    Ein Festmeter (fm) entspricht einem Kubikmeter fester Holzmasse, d. h. ohne Zwischenräume in der Schichtung.
  • Raummeter oder Ster:
    Ein Raummeter (rm) oder Ster (st) entspricht einem Würfel von einem Meter Seitenlänge, also einem Rauminhalt von einem Kubikmeter geschichteter Holzmasse einschließlich der Zwischenräume in der Schichtung.
  • Schüttraummeter:
    Der Schüttraummeter (srm) ist kein amtliches Maß, je nach Dichte der Schüttung ist die Menge unterschiedlich. Sie wird unter anderem für gespaltenes Kaminholz oder für Hackschnitzel verwendet, da beides schlecht zu schichten ist. Das entsprechende Gut wird dann einfach geschüttet, was deutlich mehr Luft in einen Raummeter Holz lässt.

Umrechnungsformel:

1 Raummeter oder Ster sind 1,3 bis 1,4 Schüttraummeter
1 Schüttraummeter sind 0,7 Raummeter
1 Schüttraummeter = 1 Kubikmeter, wenn die Scheite 30 cm lang sind

Umrechnungstabelle